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    Barrierefreiheits­stĂ€rkungsgesetz (BFSG) im Web: Mehr als nur ein Trend

    Hast du schon mal darĂŒber nachgedacht, wie es wĂ€re, wenn das Internet ein Hindernislauf wĂ€re? FĂŒr viele Menschen mit Behinderungen ist das leider oft RealitĂ€t. Doch es gibt eine Wende am Horizont: Mit dem neuen BarrierefreiheitsstĂ€rkungsgesetz (BFSG) fĂŒr Webseiten, das ab 2025 in Kraft tritt, eröffnen sich spannende Chancen fĂŒr uns alle.
     
    In diesem Artikel tauchen wir gemeinsam in die Welt der Webseiten-Barrierefreiheit ein – und zeigen dir, wie du deine Website nicht nur gesetzeskonform, sondern auch zugĂ€nglicher und attraktiver fĂŒr jeden gestalten kannst.
     

    Was bedeutet Barrierefreiheit fĂŒr Webseiten?

    Webseiten-Barrierefreiheit bedeutet, dass deine Webseite so gestaltet ist, dass sie von allen Menschen, unabhĂ€ngig von ihren körperlichen oder kognitiven FĂ€higkeiten, genutzt werden kann. Es geht darum, Barrieren abzubauen, die Menschen daran hindern, auf Inhalte zuzugreifen, sie zu verstehen oder zu interagieren. Denke beispielsweise an Menschen mit Sehbehinderungen, die Screenreader verwenden, oder an Personen mit motorischen EinschrĂ€nkungen, die keine Maus nutzen können. Doch nicht jede EinschrĂ€nkung ist auch gleich eine Behinderung, sowie auch nicht jede Behinderung zu einem eingeschrĂ€nkten Nutzungsvermögen einer Website fĂŒhrt!

     

    Verschiedene Arten von Behinderungen: TemporÀr, Situativ und Dauerhaft

    Aber wusstest du, dass Barrierefreiheit im Internet nicht nur fĂŒr Menschen mit dauerhaften Behinderungen relevant ist? TatsĂ€chlich gibt es drei Kategorien von Behinderungen bzw. EinschrĂ€nkungen, die wir berĂŒcksichtigen sollten:

    1. Dauerhafte Behinderungen: Dies sind langfristige physische oder kognitive EinschrÀnkungen, wie Seh- oder Hörbehinderungen, Lernschwierigkeiten oder eingeschrÀnkte MobilitÀt.
    2. TemporĂ€re EinschrĂ€nkungen: Diese sind kurzfristiger Natur, wie ein gebrochener Arm oder eine Augenoperation. In solchen FĂ€llen kann die vorĂŒbergehende EinschrĂ€nkung die Nutzung des Internets erschweren.
    3. Situative EinschrÀnkungen: Hier geht es um UmstÀnde, die deine FÀhigkeit, eine Webseite zu nutzen, beeintrÀchtigen können. Stell dir vor, du versuchst, in einer lauten Umgebung ein Video ohne Untertitel zu schauen, oder du benutzt dein Handy mit nur einer Hand, wÀhrend du in der U-Bahn stehst.

    Indem wir Webseiten so gestalten, dass sie fĂŒr alle diese Arten von Behinderungen oder EinschrĂ€nkungen zugĂ€nglich sind, schaffen wir ein inklusiveres und benutzerfreundlicheres Internet fĂŒr alle.

    DauerhaftZeitweiligSituationsbedingt
    Sensorisch | MotorischAmputation; LÀhmungVerletzungen; VerbÀndeKind auf dem Arm
    VisuellBlindheit; Rot-GrĂŒn-SchwĂ€cheBrille verlegtSonnenlicht auf dem Display
    AuditivTaubheit; SchwerhörigkeitOhrenentzĂŒndung; HörsturzUmgebungslĂ€rm (z.B. GroßraumbĂŒro)
    KognitivDemenz; BrainfogMigrĂ€ne; MĂŒdigkeitMultitasking

    Wusstest du, dass…

    Oft merkt man gar nicht, wie viele Menschen eigentlich mit einer BeeintrĂ€chtigung leben. Die im Jahr 2021 erhobenen Daten verdeutlichen anschaulich, wie groß die Anzahl der Menschen in Deutschland, die eine Behinderung haben, tatsĂ€chlich ist.

    7.8

    7.8

    Millionen Menschen mit einer schweren Behinderung

    9.4

    9.4%

    Schwerbehindertenquote

    24,7

    24,7%

    Schwerbehindertenquote Ü-64-JĂ€hrige

    Quelle: https://www.destatis.de/DE/­Themen/Gesellschaft-Umwelt/­Gesundheit/Behinderte-Menschen/_inhalt.html

    Das neue Gesetz ab 2025

    Ab dem 28.Juni 2025 tritt eine neue Ära der Webseiten-Barrierefreiheit in Kraft durch das BarrierefreiheitsstĂ€rkungsgesetz (oder auch: EAA, der European Accessability Act). Dieses neue Gesetz zielt darauf ab, das Internet fĂŒr jeden zugĂ€nglicher zu machen.
     
    Was bedeutet das fĂŒr dich als Webseitenbetreiber:in? Du musst sicherstellen, dass deine Website fĂŒr Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen wahrnehmbar, bedienbar, verstĂ€ndlich und robust ist. Basierend auf den „Four Principles of Accessibility”.
     
    Die gesetzlichen Regelungen gelten zunĂ€chst jedoch nur fĂŒr bestimmte Unternehmen aus folgenden Branchen:

    • Telefon- & Messengerdienste
    • E-Books
    • auf MobilgerĂ€ten angebotene Dienstleistungen (inklusive Apps) im ĂŒberregionalen Personenverkehr
    • Bankdienstleistungen
    • elektronischer GeschĂ€ftsverkehr
    • Personenbeförderungsdienste

     

    Allerdings gelten auch folgende Ausnahmen, bei denen nur eine erfĂŒllt sein muss, um die GĂŒltigkeit des Gesetzes zu entkrĂ€ften:

    • weniger als 10 Mitarbeiter:innen
    • Jahresumsatz von höchstens 2 Mio €
    • Jahresbilanzsumme von höchstens 2 Mio €
    • im B2B Bereich tĂ€tig (jedenfalls gilt dies im Moment noch als Ausnahme!)

     

    Elektronischer GeschÀftsverkehr im B2C-Bereich

    Der Begriff „elektronischer GeschĂ€ftsverkehr“ mag zunĂ€chst eng gefasst erscheinen, aber tatsĂ€chlich hat er weitreichende Auswirkungen. Im Wesentlichen betrifft er alle Webseiten und Online-Plattformen, die Produkte oder Dienstleistungen direkt an Endverbraucher:innen (B2C) verkaufen oder auch sobald eine Art Vertrag mit Endverbraucher:innen geschlossen werden kann. Das bedeutet, dass eine Vielzahl von Online-Shops, Buchungsplattformen fĂŒr Reisen, Ticketverkaufsseiten fĂŒr Events und viele weitere unter diese Kategorie fallen.

    • Online-ModegeschĂ€fte: Ein großer Online-Shop fĂŒr Bekleidung muss sicherstellen, dass seine Webseite fĂŒr alle Nutzergruppen zugĂ€nglich ist. Das bedeutet, dass Produktbeschreibungen auch fĂŒr Screenreader zugĂ€nglich sein mĂŒssen, Bilder mit Textalternativen versehen sind und der gesamte Kaufprozess auch ĂŒber Tastatur steuerbar ist.
    • Buchungsportale fĂŒr Reisen: Eine Webseite, die Flugtickets oder Hotelzimmer verkauft, fĂ€llt ebenfalls unter diese Kategorie. Hier mĂŒssen beispielsweise interaktive Elemente wie Datumsauswahl oder Sitzplatzreservierung fĂŒr Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen bedienbar sein.
    • FriseurgeschĂ€ft: Bietet ein Friseurladen auch Online-Terminbuchungen an, so muss auch die gesamte Website des Friseurs barrierefrei gestaltet sein.
    • Essenslieferdienste: Auch Webseiten und Apps, die Lebensmittel oder Take-away anbieten, sind betroffen. Diese mĂŒssen gewĂ€hrleisten, dass MenĂŒs und BestellvorgĂ€nge fĂŒr alle Nutzer klar und zugĂ€nglich sind.

     

    Test zum Geltungsbereich des Barrierefreiheitsförderungsgesetz

    Die Auswirkungen auf den B2B-Bereich

    WĂ€hrend das BarrierefreiheitsstĂ€rkungsgesetz sich primĂ€r auf B2C-Unternehmen zu konzentrieren scheint, hat es auch bedeutende Implikationen fĂŒr den B2B-Bereich (Business-to-Business). Auch wenn B2B-Webseiten zunĂ€chst nicht direkt von den neuen Regelungen betroffen sein mögen, ist es wichtig, die indirekten Auswirkungen zu betrachten.

    Langfristige Vorteile und Compliance

    Unternehmen, die Dienstleistungen oder Produkte an andere Unternehmen verkaufen, sollten bedenken, dass ihre GeschĂ€ftskund:innen zunehmend Wert auf Barrierefreiheit legen könnten. Ein B2B-Unternehmen, dessen Webseite barrierefrei gestaltet ist, kann sich als attraktiver Partner positionieren, da es zeigt, dass es sich um umfassende ZugĂ€nglichkeit und InklusivitĂ€t bemĂŒht. DarĂŒber hinaus kann es vorkommen, dass auch B2B-Unternehmen mittelbar von den Gesetzen betroffen sein werden, da sie Teil einer Lieferkette oder eines grĂ¶ĂŸeren Netzwerks sind, das B2C-Dienstleistungen anbietet.

    Beispiel: Softwarelösungen fĂŒr Unternehmen

    Betrachten wir zum Beispiel ein Unternehmen, das Softwarelösungen fĂŒr andere Unternehmen entwickelt. Wenn diese Softwarelösungen in Produkten oder Dienstleistungen verwendet werden, die letztendlich an Endverbraucher:innen gerichtet sind, wird Barrierefreiheit zu einem kritischen Aspekt. Indem dieses B2B-Unternehmen seine Softwarelösungen barrierefrei gestaltet, kann es sicherstellen, dass seine GeschĂ€ftskund:innen die gesetzlichen Anforderungen im B2C-Bereich erfĂŒllen.

    Wie Barrierefreiheit nicht nur Menschen mit Behinderungen hilft

    Eine barrierefreie Webseite ist nicht nur ein Segen fĂŒr Menschen mit Behinderungen, sondern verbessert das Web-Erlebnis fĂŒr alle Nutzer:innen. Einfache Navigation, klare Inhalte und leicht zugĂ€ngliche Informationen kommen jedem zugute, unabhĂ€ngig von seinen FĂ€higkeiten oder seiner Situation. Zum Beispiel profitieren auch Ă€ltere Menschen oder Personen mit temporĂ€ren EinschrĂ€nkungen wie einer Handverletzung von einer barrierefreien Webseite.

    Positive Auswirkungen auf SEO, Reichweite und Markenimage

    Barrierefreiheit beeinflusst auch deine Online-PrĂ€senz positiv. Suchmaschinen bevorzugen Webseiten, die klare Strukturen, aussagekrĂ€ftige Überschriften und alternative Texte fĂŒr Bilder bieten. Dies verbessert dein SEO (Search Engine Optimization) und erhöht die Sichtbarkeit deiner Seite. Zudem stĂ€rkt eine barrierefreie Webseite dein Markenimage und zeigt, dass dein Unternehmen sozial verantwortungsbewusst agiert.
     

    Welche Richtlinien sind relevant?

    Beim Thema Barrierefreiheit im Web gibt es einige wichtige Richtlinien, die schon jetzt als Standard gelten. Diese Richtlinien helfen dabei, eine inklusive und zugĂ€ngliche Webumgebung zu schaffen. Im BFSG werden keine eindeutigen Normen definiert – eine Formulierung in §4 des BFSG lĂ€sst aber vermuten, dass die unten genannte EuropĂ€ische Norm hier ebenfalls als Maßstab genommen werden darf! Die wichtigsten sind:

    1. Web Content Accessibility Guidelines (WCAG): Entwickelt vom World Wide Web Consortium (W3C), bieten die WCAG detaillierte Empfehlungen, um Webinhalte fĂŒr Menschen mit verschiedenen Behinderungen zugĂ€nglich zu machen. Sie sind in drei Stufen unterteilt (A, AA, AAA), wobei AA oft als Standard fĂŒr Barrierefreiheit angesehen wird.
    2. BITV 2.0 | EN 301 549: Das BITV 2.0 basiert auf §12 des BGG (Behindertengleichstellungsgesetz) und regelt die schon bestehende Pflicht fĂŒr Webseiten des Öffentlichen Dienstes, barrierefrei zu sein. Im Grunde referriert das BITV dabei nur auf die EN 301 549, die europĂ€ischen Standards fĂŒr digitale Barrierefreiheit bzw. die ZugĂ€nglichkeit von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie.

    Auch amerikanische Webseiten unterliegen gewissen Standards & Richtlinien in Bezug auf digitale Barrierefreiheit. Hierbei kann besonders auf folgende Richtlinien und Ressource geachtet werden:

    1. Section 508: In den USA bezieht sich Section 508 auf die Anforderungen an die ZugĂ€nglichkeit von Informationstechnologie in Bundesbehörden. Diese Richtlinien sind auch fĂŒr private Unternehmen relevant, die mit der US-Regierung zusammenarbeiten.

     

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    Kostenlos runterladen: Checkliste fĂŒr barrierefreie Webseiten

    Unsere Checkliste fĂŒr barrierefreie Webseiten ist dein SchlĂŒssel zu einer inklusiven Online-Welt.

    Zum Checklisten-Download

    Praktische Tipps zur Umsetzung der Richtlinien

    Nachdem wir die relevanten Richtlinien verstanden haben, schauen wir uns einige praktische Tipps an, um deine Webseite diesen Standards anzupassen:

    1. Kontrast und Farbgebung: Sorge fĂŒr ausreichenden Kontrast zwischen Text und Hintergrund. Vermeide Informationen, die nur durch Farbe vermittelt werden.
    2. Textalternativen fĂŒr Nicht-Text-Inhalte: Biete fĂŒr alle Bilder, Videos und Audiodateien Textalternativen an, damit sie von Screenreadern erkannt werden können.
    3. Navigierbarkeit und TastaturzugĂ€nglichkeit: Stelle sicher, dass alle Funktionen der Webseite auch ĂŒber die Tastatur bedienbar sind und dass es eine logische Tab-Reihenfolge gibt.
    4. Dynamischer Inhalt und Formulare: Achte darauf, dass dynamische Inhalte und Formulare so gestaltet sind, dass sie von Nutzer:innen mit verschiedenen Behinderungen bedient werden können.
    5. Anpassbare Inhalte: Erlaube Nutzer:innen, Inhalte anzupassen, z.B. durch Ändern von TextgrĂ¶ĂŸe oder Schriftart, ohne dass die FunktionalitĂ€t oder ZugĂ€nglichkeit beeintrĂ€chtigt wird.

    Weitere praktische Tipps zur Erreichung einer barrierefreien Webseite, findest Du in unserer ultimativen Checkliste fĂŒr barrierefreie Webseiten.

    Vorstellung nĂŒtzlicher Tools und Ressourcen

    Zur ÜberprĂŒfung und Verbesserung der Barrierefreiheit gibt es zahlreiche Tools und Ressourcen. Einige davon sind:

    • WAVE (Web Accessibility Evaluation Tool): Ein kostenloses Tool zur ÜberprĂŒfung der Barrierefreiheit deiner Webseite.
    • AXE Accessibility Checker: Ein Browser-Plugin, das beim AufspĂŒren von Barrierefreiheitsproblemen hilft.
    • Web Content Accessibility Guidelines (WCAG): Die offiziellen Richtlinien fĂŒr Barrierefreiheit im Web.

    Links zu offiziellen Richtlinien und weiterfĂŒhrender Literatur

    FĂŒr detailliertere Informationen empfehlen wir, die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) zu konsultieren. Sie bieten umfassende Informationen und Richtlinien zur Gestaltung barrierefreier Webinhalte.
     

    Fazit: Und was nun?

    Sollte die Webseite deines Unternehmens noch nicht barrierefrei sein und gleichzeitig in den Geltungsbereich des BFSG fallen, so solltest du schleunigst handeln. Man könnte zwar meinen, dass bis Juni 2025 noch Zeit ist, aber fĂŒr einen Webseiten-Relaunch sollte man definitiv genĂŒgend Zeit einplanen. Es gilt: Je grĂ¶ĂŸer die bestehende Webseite, desto umfangreicher der Relaunch. KĂŒmmere dich also am Besten zeitnah darum, so dass deine Webseite zukĂŒnftig den Standards entspricht und ziehe gegebenenfalls eine Agentur, oder auch deinen Anwalt oder deine AnwĂ€ltin bei rechtlichen Fragen zu Rate.

    Du bist dir nicht sicher, ob dein Unternehmen in den Geltungsbereich fĂ€llt? Dann empfehlen wir dringend dich bei (d)einem Rechtsbeistand nochmals zu informieren, um abschließend klĂ€ren zu lassen, ob das neue Gesetz auch Dich und deine Webseite betrifft.

    Abschließend können wir sagen: Geltungsbereich hin oder her. Ob B2B, B2C oder auch Kleinstunternehmen. Barrierefreiheit bietet eine tolle Chance sich nicht nur ein grandioses Markenimage aufzubauen, sondern auch schlichtweg fĂŒr so viele Menschen wie möglich zugĂ€nglich zu sein. Mal abgesehen von dem humanen Aspekt, der durch Inklusion erreicht wird, bringt man auch sein SEO-Game aufs nĂ€chste Level und erschließt sich nebenbei auch noch eine ganz neue Zielgruppe.

    Alles in Allem also zwar ein bisschen Arbeit, aber mit einem definitiv vorteilhaften Outcome fĂŒr alle Beteiligten!

     

    Dieser Beitrag ist nur eine Empfehlung, die Inhalte dieses Beitrags ersetzen nicht die Beratung durch einen Rechtsbeistand. Wir sind keine RechtsanwĂ€lte und ĂŒbernehmen keine Haftung.
     

    FAQ

    Gilt das BFSG auch fĂŒr die Schweiz?

    Ja!– Das BarrierefreiheitsstĂ€rkungsgesetz bzw. der European Accessibility Act ist auch fĂŒr Schweizer Unternehmen relevant, jedoch nicht fĂŒr alle. Dabei gilt: Fallen die Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens in den Geltungsbereich des EAA und bietet das Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen auf dem EU-Markt an, so treten die Anforderungen in Kraft.

    FĂŒr öffentliche Behörden & Verwaltungen gibt es bereits die einzuhaltenden Anforderungen des eCH-0059 Accessibility Standard in der 3. Version.

    Gilt das BFSG auch fĂŒr Webseiten mit Stellenanzeigen?

    ZunÀchst lÀsst sich sagen, dass der European Accessibility Act sich primÀr auf die Barrierefreiheit von Produkten & Dienstleistungen, insbesondere im digitalen Raum, bezieht. Also nein: Unternehmen, die nicht in den Geltungsbereich fallen und lediglich Stellenanzeigen auf Ihrer Webseite als Interaktion mit Endnutzer:innen aufweisen, sind nicht vom EAA betroffen.

    Das bedeutet allerdings nicht, dass Barrierefreiheit fĂŒr Stellenanzeigen keine Rolle spielt. HierfĂŒr existiert nĂ€mlich das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), welches regelt, dass niemand auf Grund seines Geschlechts, ethnischer Herkunft, Religion & Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller IdentitĂ€t benachteiligt werden darf.

    Das bedeutet: Stellenanzeigen sollten eigentlich immer barrierefrei sein, anderenfalls wird das AGG nicht eingehalten und dies kann im Ă€ußersten Fall zu Klagen der Betroffenen gegen das Unternehmen fĂŒhren.

    Es wurde gerade erst ein Relaunch durchgefĂŒhrt, was nun?

    Ihr habt gerade erst einen Relaunch eurer Webseite durchgefĂŒhrt bzw. durchfĂŒhren lassen und jetzt bemerkt, dass ihr in den Geltungsbereich des BFSG fĂ€llt? Das ist es natĂŒrlich sehr Ă€rgerlich, wenn bei dem Relaunch nicht auf die Richtlinien geachtet wurde.

    Sprecht in diesem Fall, am besten so schnell wie möglich, mit der beteiligten Agentur und lasst euch beraten, wie ihr nun weiter machen könnt.
    Wichtig: Belasst es auf keinen Fall bei der aktuellen Webseite, wenn sie nicht den Richtlinien entspricht.

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